Encanto presentiert „CINE EN ESPAÑOL“
Leider gibt es in Deutschland nur einen Bruchteil der Filme zu sehen, die in Lateinamerika und Spanien produziert werden. Da dies uns sehr wichtig ist, organisieren wir bereits seit vielen Jahren Vorstellungen in Münchens City Kinos. Wir wollen gerne weiterhin ab März 2012 lateinamerikanische und spanische Filme nach Europa bringen und auf Tournee durch Deutschland gehen.
Unsere nächste Film:
Chinese zum Mitnehmen / Un Cuento Chino / auf Spanisch mit deutschen Untertitel
Argentinien/Spanien 2011
Laufzeit: 93 Min.
Regie: Sebastian Borensztein
Wenn es heißt: «Da fliegt die Kuh!», dann ist es in diesem Fall wörtlich zu nehmen, denn alles beginnt mit einer fliegenden Kuh.
Roberto (Ricardo Darin) führt ein Eisenwarengeschäft in Buenos Aires und ist ähnlich verbohrt wie die Schrauben, die er verkauft. Ein notorischer Einzelgänger, der nichts und vor allem niemanden zu nahe an sich heran lässt. Er sammelt kuriose Geschichten, die er aus Zeitungen ausschneidet. Eines Tages wird er, ohne es zu merken, selbst Teil einer solchen Geschichte, als plötzlich der junge Chinese Jun (Ignacio Huang) in sein langweiliges Leben platzt und es komplett umkrempelt. Denn Jun spricht kein Wort Spanisch, ist gleich nach seiner Ankunft in Argentinien ausgeraubt worden und somit unbedingt auf die Hilfe anderer angewiesen. Widerwillig nimmt Roberto den Chinesen unter seine Fittiche, um dessen Onkel zu suchen. Und findet dabei einen Ausweg aus seinem eigenen, tristen Dasein.
Anmerkung des Regisseurs
«Was für eine Geschichte erzählt dieser Film? Zusammengefasst könnte man sagen: Es ist die Geschichte eines Argentiniers und eines Chinesen, die durch eine vom Himmel gefallene Kuh vereint werden. Man könnte auch sagen, es geht um zwei Männer, einen Argentinier und einen Chinesen, deren Tragödien sich in Buenos Aires kreuzen. Aus dieser Begegnung ergibt sich der Weg für ihr weiteres Leben. CHINESE ZUM MITNEHMEN ist eine universelle Geschichte, dabei aber auch eine sehr argentinische. Universell, weil sie von Dingen erzählt, die uns bedrücken und unsere Seele berühren – etwas, das weder Nationalität noch Zeit kennt. Und gleichzeitig ist sie sehr argentinisch, weil ihr Protagonist Veteran des Falklandkrieges – dem Konflikt von 1982 zwischen Argentinien und Großbritannien um die Falklandinseln – ist. Die Prämisse, die mich zum Schreiben des Drehbuchs und zu dessen Umsetzung getrieben hat, war folgende: Je weiter du Dich von Dir entfernst, desto näher kommst Du Dir. Je tiefer Du Dich in Dir einschließt, desto härter wird der Schlag, der Dich daraus befreit. Das Treffen dieser so unterschiedlichen Menschen handelt von Aspekten der menschlichen Seele wie dem Verlassenwerden, der Einsamkeit und der Notwendigkeit, zu überleben. Der Tonfall dieses Märchens ist im Grunde der einer Tragikomödie.»
Termine:
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